Fellwechsel Sammelstelle

P LOGO FW moosgruenNachhaltige Nutzung von Bälgen:

ein Pilotprojekt mit Zukunft!

Fellwechsel Annahme Für den Landkreis Uelzen ab 22.11. - 3.2. immer Donnerstag von 17.00 bis 18.00 Uhr nach telefonischer Voranmeldung, Am Dorfplatz, in 29593 Schwienau/Linden.

Bitte nur im Kern verpackt und beschriftet anliefern. Die Bälge müssen verwertbar sein. Das heißt gefangen oder mit einem Ausschuss, der kleiner als ein 2 € Stück ist und sich nicht in der Rückenpartie befindet. Fallwild, Unfallwild und Bälge mit schlechter Qualität werden VerworfenNutrias werden ab 5 Kg mit Winterbalg angenommen. Die Schwanzspitzen dürfenentfernt werden.

Zum Schutz des Niederwildes und zur Unterstützung von Artenschutzprojekten werden Raubsäuger bejagt. Deutschlandweit werden jährlich rund 500.000 Rotfüchse erlegt und seit Anfang der 1990er Jahre steigen die Jagdstrecken von faunenfremden Arten wie Marderhund und Waschbär. Allerdings wird derzeit nur ein Teil dieser Felle verwertet, obwohl viele Kürschner zunehmend Pelze aus der heimischen Jagd verarbeiten. Entsprechend groß ist der Bedarf nach qualitativ hochwertiger Ware aus nachhaltiger Jagd.

Daher hat das DJV-Präsidium, Vertretung aller 15 Landesjagdverbände, entschieden, die Nutzung von Bälgen aus der Jagd aktiv zu fördern. Der Deutsche Jagdverband und der Landesjagdverband BadenWürttemberg haben gemeinsam die Fellwechsel GmbH gegründet, die am 14.11.2016 im Handelsregister in Berlin eingetragen wurde.

Damit ist der Grundstein für ein Pilotprojekt gelegt: Die Fellwechsel GmbH ist die Betreibergesellschaft einer Abbalgstation, die zum Jahresbeginn 2017 in Rastatt in Baden-Württemberg errichtet wird. Dort werden Füchse, Marderhunde, Waschbären, Stein- und Baummarder, Iltis, Mink, Nutria und Bisam im Kern angenommen, gestreift und entweder gegerbt, getrocknet oder als weiter verarbeitetes Produkt auf den Markt gebracht.

Unser Ziel ist es hochwertige Wildpelze zu gewinnen und den Jägerinnen und Jägern für die Zulieferung entsprechend der Tierart und der Balgqualität eine Vergütung zu zahlen. Jedes angelieferte Tier mit verwertbarem Fell wird individuell markiert und diese ID-Nummer verbleibt am gegerbten bzw. getrockneten Fell. Diese Markierung ermöglicht es auch weiterverarbeitenden Betrieben wie z.B. Kürschnern, die Herkunft der Felle aus der nachhaltigen, heimischen Jagd zu dokumentieren. Das vom Zentralverband des Kürschnerhandwerks vergebene Logo „WePrefur“ an lizensierte Betriebe basiert auf der Verarbeitung von Fellen aus der heimischen Jagd (www.weprefur.de).

Weitere Informationen unter https://fellwechsel.org/